die Geschlechtsorgane in ihrer sexuellen Aktivität

Posted under Allgemein by Pornologe on Sonntag 19 Dezember 2010 at 19:26

Mit dem Ziel zu erregen der Pornografie hatten wir uns bereits beschäftigt, daher wollen wir uns heute dem zweiten Grundpfeiler des Pornos widmen: Die Geschlechtsorgane werden in ihrer sexuellen Aktivität bewusst betont.
von Antti Kultanen
Hier ist der aus meiner Sicht deutlichste Unterschied zum “normalen” Film, denn die Erregung selbst ist zu persönlich, um als Kriterium herangezogen zu werden. Und ob jetzt ein Porno mehr erregt als die zarte Andeutung oder die verschwitzen Leiber in französischen Filmen der 70er oder gar ein gebrauchter Turnschuh ist ein klarer Fall von Geschmackssache und ich überlasse es jedem selbst dazu eine Meinung zu haben – wir wissen: Es gibt nichts was es nicht gibt und im Internet gibt`s just davon jede Menge. Und wie man an das Ziel gelangt kann von jedem dadurch auch unterschiedlich interpretiert werden, Umsetzung und Wirkung sind damit individuell verschieden und aus der Intention alleine lässt sich aus meiner Sicht keine schlüssige Definition erstellen, ist als Zusatz aber dennoch hilfreich.

Aber zurück zu den Geschlechtsorganen. Diese sind an sich völlig “unporno” – Gott sei Dank, denn die gehören ja zur menschlichen Grundausstattung, aber man weiß ja nie… Einen Penis oder eine Vagina zu haben ist an sich nicht weiter verfänglich, aber diese in ihrer sexuellen Aktivität werden Porno. Schön ist, dass sie uns da auch die Unterscheidung leicht machen. Der Penis mutiert vor aller Augen zum Ständer indem er sich eine Erektion zulegt und vor aller Augen offensichtlich dazu steht nun für sexuelle Aktivität zur Verfügung zu stehen und auch die Vagina bekommt im Zustand der Erregung den feuchten Schimmer, der erklärt: “Ich bin bereit”. Dieses Zeichen ist jedoch mit etwas “Flutschi” auch schnell mal künstlich hergestellt. Das Ganze hat zur Folge, dass man sich in der Definition das Wort erregt sparen kann, da sexuelle Aktivität ohne Erregung zumindest des Mannes kaum möglich ist, aber vielleicht sollte man genau das im Zuge von Pumpen, Pillen, Cremes und Spritzen lieber sowieso.

In diesem Zuge wird auch sexuelle Aktivität zu Ficken, der Penis zum Ständer, Lustzepter, die Vagina zur Muschi, Fotze und wer weiß was es noch alles für kreative Wortschöpfungen rund um dieses Thema gibt. Das wäre aber auf jeden Fall nochmal nen Artikel wert. Wir haben es also nun mit offensichtlich erregten Geschlechtsorganen zu tun, die sich auch noch (meist) in der für sie vorgesehenen Art betätigen und das wird BETONT! Sprich ordentlich ausgeleuchtet und dann noch in Großaufnahme. Irgendwie muss an der Stelle auch das vulgäre Vokabular her, denn spricht man beim Sex in Großaufnahme dann noch vom Penis liegt die Vermutung nahe, dass es sich um einen Funktionstest beim Urologen handelt. Interessant ist, dass uns der Porno ganz neue Einsichten vermittelt und die Großaufnahme der Geschlechtorgane seit jeher von größtem Interesse waren. Das kann man bei Künstlern über die Jahrhunderte überprüfen, die – da Männer – immer gerne die einen Skizzenblock mit Vaginas im Schreibtisch hatten. Wofür ist allerdings nicht überliefert.

Lange Rede kurzer Sinn, die von mir bevorzugte Definition von Porno lautet nach langem Nachdenken immer noch: Darstellung der Geschlechtsorgane in ihrer sexuellen Aktivität (mit dem Ziel zu erregen)

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